Team Germany bringt drei WM-Medaillen aus Italien mit

Vom 2. bis 5. September fand auf Sardinien die Beach Tennis Weltmeisterschaft der IFBT statt. Mehr als 300 Sportlerinnen und Sportler aus 20 Nationen starteten in diversen Disziplinen und im Nationen-Wettbewerb auf 18 Spielfeldern im tiefen Sand. Für Deutschland gingen 15 SpielerInnen aus MV, Berlin, Hamburg und NRW an den Start, die bei Temperaturen von über 30 Grad nicht nur gegen starke GegnerInnen, sondern auch gegen die Hitze zu kämpfen hatten.

Am Turnierende waren drei Medaillen, viele tolle Matches und viele schöne Erlebnisse zu verbuchen.
Kathleen „Milva“ Berndt durfte gleich zweimal Höhenlüft auf dem Sieger-Podest schnuppern. Zusammen mit der mehrfachen Weltmeisterin Zsuzsanna Kovacs aus Ungarn stürmte sie gleich am ersten WM-Tag bis ins Finale im Damen-Doppel40. Dort unterlag das deutsch/ungarische Duo erst im entscheidenden Tiebreak den Spielerinnen aus Puerto Rico und schrammte ganz knapp an der Goldmedaille vorbei. Doch auch der Vize-WM-Titel wurde vom gesamten deutschen Team lautstark bejubelt. Nur einen Tag später legte die Usedomerin im Damen-Doppel30 nach. Mit der Marokkanerin Imane Ouafiki als Spielpartnerin, holte sich Kathleen Berndt nach starken Auftritten eine Bronzemedaille.
Eine kleine Sensation lag in der Luft, als Berndt zusammen mit Daniela Gayck (Hamburger SV) im Nationen-Wettbewerb das katalanische Damen-Doppel schlug und zum 1:1 für Deutschland ausgleichen konnte. Das entscheidende Mixed gegen die hochfavorisierten Katalanen ging dann allerdings mit 3:9 verloren und beendete den Hoffnung auf eine Medaille für Deutschland.
Die dritte deutsche WM-Medaille sicherte Thomas Oberwalder im Herren-Doppel50. Zusammen mit dem Italiener Stefano Mamenti spielte sich der Deutsche – nach einem überraschend klaren Viertelfinal-Erfolg gegen die an Eins gesetzten Puerto Ricaner – bis ins Halbfinale. Nach einer Niederlage gegen starke Katalanen im 5. Turniermatch freute sich der Kühlungsborner über WM-Bronze und einen Platz auf dem Siegerpodest.
Ganz nah an den Medaillenrängen war auch David Polzow (Kühlungsborn). Er hatte im WM-Viertelfinale Einzel/Amateure bereits Matchball gegen seinen italienischen Kontrahenten; konnte die Chance aber nicht nutzen und verlor sehr unglücklich ganz knapp im Tiebreak.
Insgesamt machten alle 15 deutschen SpielerInnen ihre Sache sehr gut. Herauszuheben noch Lutz Genz, der in diversen Disziplinen sehr solide ablieferte. Für das Mental-Coaching an der Seitenlinie sorgte Fußball-Trainer-Legende Hagen Reeck, der auch selber in diversen Disziplinen zum Racket griff.
Das deutsche Team verbrachte acht Tage auf Sardinien. Vor und nach den vier Turniertagen standen viele Test- und Freundschaftsspiele auf dem Programm. Neben den täglichen gemeinsamen Abendessen wurde nachts am Meer gesungen, eine Nachtwanderung unternommen und viel gefeiert. Nach einer langen Woche und verspätetem Abflug in Cagliari wegen Flugaufsicht-Streik, trafen die deutschen SportlerInnen wieder wohlbehalten an den Zielflughäfen Hamburg, Berlin und Düsseldorf ein.