Deutsches Team mit Spaß und Bronze bei Sardinien-EM

Zum ersten Mal seit Jahren nahm wieder eine deutsche Mannschaft an der Beach Tennis Europameisterschaft der IFBT (International Federation Beach Tennis) teil. Vom 12. bis 16. September 2018 wurde in Muravera auf Sardinien (Italien) um Medaillen gespielt. Neben den EM-Spielen absolvierte die deutsche Auswahl zahlreiche Testspiele gegen die Teams aus Österreich, Polen, Litauen und Italien. Das hieß für alle Akteure bis zu sieben Stunden täglich bei zum Teil über 30 Grad im tiefen Sand zu stehen.
Bei den Damen konnten Tina Hübner und Luisa Voigt (beide Kühlungsborn) sowohl im Einzel als auch im Damen-Doppel ihre Klasse aufzeigen und ihre Nominierung bestätigen. Die beiden spielten ein ganz starkes Turnier und besiegten im Team-Wettbewerb die Damen aus San Marino nach einem hart umkämpften Match im Tiebreak. Im Damen-Doppel konnte sich das Duo durch die Vorrunde ins Achtelfinale spielen; traf dort aber auf Vizeweltmeister Polen. Es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel mit langen Ballwechseln. Hübner/Voigt mussten sich aber den routinierten Favoriten geschlagen geben.
Beide Spielerinnen überzeugten auch im Einzelwettbewerb mit tollen Leistungen. Luisa Voigt konnte hier sogar ihre Vorrunden-Gruppe gewinnen.
Im Herren-Doppel sorgte Thomas Oberwalder für Edelmetall im Reisegepäck des IFBT Team Germany. Zusammen mit seinem Doppel-Partner Tobias Himsel spielte er sich mit drei glatten Siegen bis ins Halbfinale des Advanced Wettbewerbs. Dort traf das Duo auf dem Center Court auf die Italiener Andreo Cattaneo und Rafaello Fabbri. In einem tollen Match konnten sich Oberwalder/Himsel nach deutlichem 2:5 Rückstand wieder heranspielen und hatten am Ende gegen die aufschlagenden Italiener drei Spielbälle, um einen Entscheidungs-Tiebreak zu erzwingen. Konnten diese Chance aber nicht nutzen. „Die Bronze-Medaille übertrifft alle Erwartungen – für uns selber mehr als erstaunlich, dass sich die Italiener gegen uns so schwer getan haben. Das mit Abstand beste Match unserer Karriere – Adrenalin pur. Gold oder Silber waren durchaus in Reichweite. Aber wir freuen uns auch riesig über Bronze“, waren sich Beide nach dem Match einig.
Am Montag Vormittag ging es nach fünf aufregenden Tagen in Italien zusammen mit dem katalanischen und dem polnischen Nationalteam Richtung Flughafen.
Den Mannschaftswettbewerb entschieden übrigens die drei favorisierten Teams für sich. Es gewann Italien vor Katalonien und Polen.